Archäologie

Ein Aquamanile ist ein kannenartiges Gefäss, welches im Mittelalter zum Händewaschen vor dem Essen benutzt wurde. (Fundobjekt der Kant. Archäologie Luzern: Aquamanilekopf, Keramik, 14. Jh., Stadthofstrasse)

Die erste Illustration zeigt das Fundstück in der klassischen Darstellungsweise von allen Seiten.

Die Rekonstruktion des Gefässes stützt sich auf einen Vergleichsfund. Die Grösse und Neigung des Körpers entspricht

einer Mischung aus dieser Quelle und eigenen Überlegungen zum Gebrauch. Beispielsweise ist der Henkel so angesetzt, dass das Gefäss besser gekippt werden kann.

Die Rekonstruktion des Inneren beruht auf Schlussfolgerungen aus dem Herstellungsprozess. Der Körper wurde z.B. aus zwei auf Drehtellern hergestellten Gefässen erstellt, deswegen ist anzunehmen, dass beim Zusammenfügen Ton nach innen verdrängt wurde.

Mutmasslich goss ein Diener das Wasser aus. Fraglich ist, ob das Wasser mit einer passenden oder willkürlichen Schale aufgefangen wurde. Auch das Auffüllen des Kruges bleibt ungeklärt. 

Alle Abbildungen sind in der Kantonsarchäologie Luzern entstanden.

Rapidograph, Adobe Illustrator

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